Der MILCHHOF ARNSTADT und was daraus werden soll

Die Baudenkmal Milchhof Arnstadt GmbH ist Trägerin eines Sanierungsprojektes im Sinne der Denkmalpflege. Sie hat das Ziel, den Milchhof Arnstadt als ein herausragendes Beispiel der Klassischen Moderne denkmalgerecht wiederherzustellen. Es wurde mit öffentlichen Mittel in seinem baulichen Bestand gesichert, und soll nun mit einer gemischten touristisch-kulturellen Nutzung seiner 1.200 m2 Fläche  dauerhaft erhalten werden.

(Stand: März 2022; dieser Beitrag wird fortlaufend ergänzt)

Das Nutzungskonzept sieht vor:
1. Ort für kulturelle und touristische Veranstaltungen  (EG / 445 m2)
2. Drei hochwertige Ferienwohnungen „Wohnen in der Klassischen Moderne“ (OG / 227 m2)
3. Ausstellungsfläche für zeitgenössische Kunst (EG / 174m2)
4. Vier Ateliers für Künstler / Werkstätten für Handwerker (ST / 160m2)
5. Büro-, Besprechungs-, und kleine Tagungsräume (OG / 157 m2)
6. Kino- und Kleinkunstbühne mit bis zu 50 Sitzplätzen (EG / 73 m2)
7. Sommercafé auf der Dachterrasse (30 m2)
8. 2100 m2 Aussenanlagen als Park und Skulpturengarten
Im Einzelnen:
1. Standort für Veranstaltungen der Unternehmen des Ilmkreises und der Region Erfurt (Hauptnutzung).
Zwischen der historischen Altstadt und dem modernen, stetig wachsenden Gewerbegebiet gelegen, ist der Milchhof geographisch geeignet, Stadt und Erfurter Kreuz einander näher zu bringen.

Der große Saal im EG bietet im Verbund mit der tiefer liegenden Teilfläche 270 qm, zusammen mit den beiden unmittelbar anschließenden Ausstellungsflächen 500 qm. Hier bietet der Milchhof je nach Art der Veranstaltung Platz für 150 Gäste unter Einschluss der tieferliegenden Fläche für Diners oder für gut 200 Gäste bei Stehempfängen oder mit Reihenbestuhlung für Schulungen, Vorträge und Konzerte. Um 100 qm kann die Fläche für Firmenpräsentationen erweitert werden. Viel Raum für Veranstaltungen, Feierlichkeiten und Gala-Abende in einem repräsentativen Ambiente. Im Im Großraum Erfurt Süd / Arnstadt ist Vergleichbares nur durch das Kontor im Norden Erfurts vorhanden.

Zugleich entsteht im NO-Bereich des Gebäudes ein ruhiger und abgeschiedener Seminarraum mit eigenem Zugang in den Garten für Seminare oder Tagungen mit bis zu 30 Personen, ein weiterer kleiner Raum, der ehemalige Milchladen, ist als keiner Tagungsraum nutzbar.

Der Milchhof ist im EG auf drei Seiten von einer Rampe umgeben, die von fast allen EG-Räumen betreten werden kann. Im Sommer stehen zusätzlich die großen Außenflächen für alle Veranstaltung zur Verfügung.

2. Cavea mit Kino und Kleinkunstbühne
Als Cavea bezeichneten die Römer die Sitzreihen ihrer Amphitheater: Sitztreppenreihen. Drei davon sollen den 1,30 m tiefer gelegenen Teil des großen Saals mit diesem verbinden, mit einer weiteren mobilen Sitzreihen sind bis zu 50 Zuschauerplätze möglich – für Programmkino oder Kleinkunstbühne mit mobiler Leinwand oder Bühnenelementen.

3. Ausstellungsfläche für Zeitgenössische Kunst
Mit einer Ausstellungsfläche von ca. 300 qm in fünf Räumen, Deckenhöhen von gut fünf Metern und Tageslicht, teilweise von oben, bieten die vier Ausstellungsflächen ungewöhnliche Möglichkeiten für die Präsentation zeitgenössischer Malerei, Skulptur, Fotografie und Videokunst. Gedacht ist in Zusammenarbeit mit namhaften Galeristen jungen Künstlern hier ein Forum zu bieten. Die Grundidee: die Kunst ist untrennbarer Bestandteil der Eventlocation und dient auch zur Aufwertung derselben. Umgekehrt erhalten die ausstellenden Künstler ein Publikum, das über die normale Galerie- und Kunstszene zeitgenössischer Kunst weit hinausgeht.

3. Ateliers für Künstler und Werkstätten für Handwerker
Im Souterrain, das gut belichtet ist, sollen Ateliers, Probenräume und Werkstätten entstehen, die an Künstler, Musiker und Handwerker vermietet werden. Sie sollen hier Gelegenheit bekommen, einer kunstinteressierten Öffentlichkeit ihre Arbeit im Rahmen von Atelierbesuchen vorzustellen. Kunstausstellungen sollen ein breites Publikum anziehen. Die Ateliers, die Werkstätten und Kunstausstellungen können einen kulturellen Fokus in Arnstadt markieren. Dies unterstreicht die Funktion des Milchhofes als Kulturstandort.

4. Büro-, Besprechungs- und kleine Tagungsräume
Im OG befinden sich mehrere Räume mit Parkettfußböden, Fenstern und Türen aus der Bauzeit von 1928. Diese Räume können als Büro-, Tagungs – oder Backoffice-Räume genutzt und / oder vermietet werden.

5. Drei Ferienwohnungen / Boarding-Appartements
Es ist vorgesehen, aus der ehemaligen Wohnung des Betriebsleiters im NO-Flügel des OGs, um die Fläche „Labor“ erweitert, in zwei hochwertige Ferienwohnungen zur temporären Vermietung mit 100 qm bzw. 70 qm zu verwandeln, ein drittes Appartement entstehe aus den ehemaligen Schlafräumen im NW-Bereich.  Alle Appartements verfügten über Balkone und/oder eine große Dachterrasse. Durch die wiederhergestellten großen bauzeitlichen Fenster haben sie eine ausgezeichnete Belichtung und einen Blick ins Grüne.

6. Sommercafé auf der Dachterrasse
Eine Dachterrasse bietet einen großartigen Blick über das Quartier. Eine Nutzung als Sommercafé ist beabsichtigt.

7. Aussenflächen
Die ungewöhnliche Größe des unbebauten Grundstücks von über 2000 m2  und eine eigene Quelle auf dem Gelände erlaubt es, neben den unvermeidlichen Parkplätzen Kunst, Wandelwege, Brunnen und Wasserspiele und andere Park-ähnliche Gestaltungsmerkmale zu realisieren, die den Milchhof als Sommerlocation aufwerten.
Durch die konzipierte Mischnutzung wird angestrebt, dass der Milchhof dauerhaft bewohnt, genutzt und belebt ist und damit das kulturelle, wirtschaftliche und soziale Leben der Stadt Arnstadt spürbar bereichert.

2 Gedanken zu „Der MILCHHOF ARNSTADT und was daraus werden soll“

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    da habe ich nun zu lange gezögert, wenn ich nun aus dem Netz erfahre: Der Milchhof in ARN in neuem Gewand mit Fenstern und Türen…
    Ich selbst habe zwei rechte Hauseingangstüren im „Bauhausstil“ (nur Blätter) 2,00 x 1,00 m mit querrechteckig geteilten Lichtausschnitten, Bj. 1927 aus Jena anzubieten.
    Eventuell gibt es noch einen Bedarf bei Ihnen für diverse Nebeneingänge?
    Ansonsten komme ich auch gern das bisher Erreichte
    anzuschauen – weiter so!
    Freundliche Grüße von Volker Maschke

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