Der Milchhof in Arnstadt
Geschichte, Zustand, Nutzungskonzept

Gliederung:

1_form follows function
Der Milchhof Arnstadt als Beispiel der Strahlkraft der Bauhaus-Avantgarde /
von Walther Grunwald
2_new function follows art & creativity
Die Zukunft des Milchhofs als multifunktionaler Veranstaltungsort, Galerie zeitgenössischer Kunst und Kulturzentrum / von Walter Grunwald und Jan Kobel
3_new functions, new horizons
Der Milchhof und die Entwicklung des Quartiers am Mühlgraben /
von Jan Kobel

Der Milchhof in Arnstadt
Geschichte, Zustand, Nutzungskonzept
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Milchhof Arnstadt in Berlin angekommen

Laut Thüringer Allgemeine vom 22.11.2016 erwähnte die Kulturstaatssekretärin und Kuratoriumsvorsitzende des Bauhaus-Verbundes Dr. Babette Winter den Milchhof Arnstadt als eines der Gebäude, dass die Landesregierung bis 2019 „zum Veranstaltungsort ertüchtigt sehen will“. Dies meldet der Journalist Wolfgang Hirsch aus der Thüringer Landesvertretung in Berlin. Wir arbeiten daran – und danken Frau Dr. Winter und der Thüringer Staatskanzlei für die spürbare und wahrnehmbare Unterstützung des Projektes Milchhof Arnstadt!

Der Artikel ist leider nicht online aufrufbar:

bauhaus100_ta-22-11-2016

Ein Spaziergang durch das Bauhaus Dessau

Holzauto nach einem Entwurf der Bauhäusler Heinz und Ricarda Schwerin / Palästina 1936 / aus Bildergalerie: http://galerie.jankobel.de/dessau_02.10.2015/index.html //

Große Ereignisse werfen Ihr Schatten voraus. So das 100-jährige Jubiläum der Gründung des Bauhauses in Weimar am 11. April 1919. Ein Tag, der Dank der Lust von Hitlers „Sturmabteilung“ am symbolischen Zuschlagen zugleich auch die 86. Wiederkehr seiner Erstürmung durch die SA am 11. April 1933 in Berlin markiert. Die weltweit erste und bedeutendste Schule für moderne Gestaltung und Architektur existierte auf den Tag genau 14 Jahre. Ein Spaziergang durch das Bauhaus Dessau weiterlesen

Was bleibt bis heute?
Eine Ausstellung in Bonn über das Bauhaus in Zusammenarbeit mit dem Vitra Design Museum

 

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„Es ist bemerkenswert, Ragnar, wie wenig Ahnung du von Oskar Schlemmer hast!“ / Cartoon von Ragnar Kjartansson, gesehen in der Bundeskunsthalle in Bonn im Juli 2016

 

„Das Bauhaus war eines der radikalsten, alles verändernden ästhetischen Konzepte, das es vielleicht jemals gab“ (Tobias Rehberger)

„Alles ist Design“ meint die Bundeskunsthalle in Bonn noch bis Mitte August 2016. Zwar ist das Bauhaus-Jubiläum in Bonn noch kein Thema, aber die Ausstellung dürfte einen Startpunkt markieren zu einer ganzen Reihe von Ausstellungen bis 2019. Da stellen sich spannende Fragen, von der Monotonie des modernen Innenausbaus mit Knauf-Gipsplatten über den IKEA-Erfolgsweg des Designs bis zu den Irrungen und Wirkungen des Städtebaus im 20. Jahrhundert. Die Bonner Ausstellung aber geht einen anderen Weg: Was bleibt bis heute?
Eine Ausstellung in Bonn über das Bauhaus in Zusammenarbeit mit dem Vitra Design Museum
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ein tag im zeichen der klassischen moderne /
milchhof arnstadt, 29. Juni 2016 / rückblick

Eine Veranstaltung in einem verfallenden Denkmal, gemeinsam getragen vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie unter der Leitung des Landeskonservators Holger Reinhardt und den Eigentümern – so lautete das experimentelle Konzept unter dem Motto bauhaus 2019 – denkmalpflege und die bauten der moderne.
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Drei Objekte des Modernen Bauens, alle auf unterschiedlicher Weise in prekärem Zustand, waren Thema des Tages: der Wartburg-Pavillion von Günther Wehrmann in Eisenach, der Garagenbau von Alfred Arndt in Probstzella und der Milchhof Arnstadt von Martin Schwarz, das am meisten bedrohte Gebäude – und Gastgeber des Kolloquiums. Die zweite Hälfte des Tages war geprägt vom Thema bauhaus 2019 – und wie der Funktionalismus der Moderne gerade in städtebaulicher Sicht immer wieder dieselben Irrwege beschreitet. ein tag im zeichen der klassischen moderne /
milchhof arnstadt, 29. Juni 2016 / rückblick
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bauhaus 2019 – denkmalpflege und die bauten der moderne
milchhof arnstadt, 29. juni 2016 / ankündigung

Im Uhrzeigersinn von links oben: Ausstellungspavillon der Wartburg-Automobilwerke (Eisenach) von Günther Wehrmann (Foto: Archiv Horst Ihling), Garagenbau zum Haus des Volkes (Probstzella) von Alfred Arndt, Milchhof Arnstadt von Martin Schwarz (Urheber unbekannt).

Gemeinsam war Architekten, Planern und Künstlern im Staatlichen Bauhaus in Weimar und seinem Wirkungsfeld der gezielte Bruch mit den gestalterischen und sozialen Konventionen der in den grausamen Schlachten des Ersten Weltkrieges untergegangenen Welt.  Alle Tradition wurde in Frage gestellt, alles Gestalten auf Null gesetzt. Die Zeit der genossenschaftlichen Bewegungen im Wohnen, in der Produktion, im Gewerbe und in den Künsten begann. Die Gründung des Bauhauses 1919 in Weimar fokusierte und beschleunigte in einmaliger Art und Weise und international das, was wir heute Moderne nennen. bauhaus 2019 – denkmalpflege und die bauten der moderne
milchhof arnstadt, 29. juni 2016 / ankündigung
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Fünf Gründe für die Platte …

Hinschauen oder wegschauen? Mit jedem abgerissenen Block – hier Leipzig 2007 – wächst die Erkenntnis, dass mehr verschwindet als ein paar Scheiben Beton. Egal ob Denkmal der Klassischen Moderne oder Plattenbau aus den 70ern, wir müssen die Stadt weiterbauen und umgestalten. Aber nicht abreissen und uns einbilden, dass besser wird, was wir danach neu errichten. Nur aus dem respektvollen Dialog mit dem Gewachsenen entsteht Geborgenheit.

„Seit Anfang der Moderne macht der Architekt erst einmal Tabula rasa, und setzt dann seine neuen Gebäude auf’s Grundstück. Mit diesem falschen Bild im Kopf leben wir noch“  Muck Petzet

… oder warum wir (auch) Plattenbauten nicht mehr abreißen sollten

Der Münchner Architekt Muck Petzet macht vor wenigen Jahren Schlagzeilen, als er auf der Architekturbiennale in Venedig 2012 im Deutschen Pavillon seine architektonische Trias „Reduce, Reuse, Recycle“ präsentierte. Da wir Architektur teilweise wie ein Müllproblem behandeln, sollten wir die Gesichtspunkte der Nachhaltigkeit auch auf das Bauen anwenden: Neubauten reduzieren, Altbauten umnutzen, Materialien weiterverwenden (Interview Muck Petzet / Detail / Oktober 2012).

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