Wir gründen einen Verein

Freitag, der 21. Juli 2017 / 16:00 Uhr Milchhof Arnstadt:
Wir gründen einen Verein. Alle die interessiert sind, sind herzlich eingeladen!

Der Milchhof in Arnstadt erwacht zu neuem Leben. Mit Hilfe des Landes Thüringen entsteht eine Location für Kunst, Musik, Kino und vieles anderes mehr – in einem aufregendem Baudenkmal der Moderne. Entscheide mit, was daraus wird. Werde Gründungsmitglied!

Kontakt und weitere Informationen unter info@milchhof-arnstadt.de.

Der Milchhof Arnstadt von 1928
Geschichte, Zustand, Nutzungskonzept

Gliederung:

1_form follows function
Der Milchhof Arnstadt als Beispiel der Strahlkraft der Bauhaus-Avantgarde /
von Walther Grunwald
2_new function follows art & creativity
Die Zukunft des Milchhofs als multifunktionaler Veranstaltungsort, Galerie zeitgenössischer Kunst und Kulturzentrum / von Walter Grunwald und Jan Kobel
3_new functions, new horizons
Der Milchhof und die Entwicklung des Quartiers am Mühlgraben /
von Jan Kobel

Der Milchhof Arnstadt von 1928
Geschichte, Zustand, Nutzungskonzept
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SHARING HERITAGE 2018
Kulturelles Erbe kennt keine Grenzen

Ungebremst dem Verfall preisgegeben: Industriebauten in Neustadt / Orla

(ein Bericht über das Symposium ist in Arbeit und wird in Kürze hier veröffentlicht. Zur Fotogalerie geht es hier:
http://galerie.jankobel.de/arnstadt170613/index.html)

 

Industriekultur in Thüringen
Symposium in Erfurt und Arnstadt / 12. – 13. Juni 2017

mit Unterstützung von:

Europäisches Kulturerbejahr Sharing Heritage / Thüringer Themenjahr Industrialisierung und soziale Bewegungen / 200. Geburtstag von Karl Marx – das Jahr 2018 ist ein Jahr der Rückbesinnung auf unser Industrielles Erbe und soziale Vermächtnisse, in Thüringen und in Europa.
12 Referenten aus sechs Bundesländern kommen nach Erfurt und Arnstadt und lassen uns im Vorfeld des Themenjahres an Ihren Erfahrungen teilhaben.
SHARING HERITAGE 2018
Kulturelles Erbe kennt keine Grenzen
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taz on tour im Milchhof – für die offene Gesellschaft

Kleinstadt verstehen. Gar nicht so leicht

taz was here. Eine kleine aber engagierte Runde aus Politik, Verwaltung, Neubürgern und Alteingesessenen. Thema: Arnstadt – Zwischen Stillstand und Visionen?
Unser Fazit: Das Problem ist nicht, dass es keine Lösungen und Engagierte für eine lebhaftere und attraktivere Stadt gäbe, sondern dass einige diese Ideen und Lösungen als unnötig und manchmal auch Ihrer Lebensart fern betrachten. Irgendwie auch eine Art von Kulturkampf. Das ist schade, weil alle im gleichen Boot sitzen und der Gegensatz von „Alt-Arnschtern“ und Zugezogenen eigentlich gar nicht existiert. Sachlich gesehen. Aber der Bauch sagt eben manchmal anderes. Hier sind die Bilder und die Berichterstattung der Presse:
Thüringer Allgemeine / OTZ:
Bürgersteige hochgeklappt
Der Milchhof Arnstadt erwacht zu neuem Leben
Jan Feddersen / taz
Tanya Harding / Restaurantbetreiberin
Judith Rüber / Stadträtin
Georg Bräutigam / Stadtrat
Thoumama Hadidi / Rechtsanwalt in Syrien – Einzelhändler in Ilmenau
Stefan Rienecker, Unternehmerverband
Jens Petermann / Stadtrat

 

Der MILCHHOF ARNSTADT und was daraus werden soll

Die Baudenkmal Milchhof Arnstadt GmbH ist ein Non-Profit-Projekt im Sinne der Denkmalpflege. Sie hat das Ziel, den Milchhof Arnstadt als ein herausragendes Beispiel der Bauhaus – Architektur und Klassischen Moderne denkmalgerecht wiederherzustellen. Es soll mit einer gemischten öffentlichen-gewerblichen-kulturellen Nutzung in seinem Bestand dauerhaft gesichert werden.

Das Nutzungskonzept sieht vor:

1. Ort für hochwertige Veranstaltungen und Tagungen (EG)
2. Kino und Kleinkunstbühne mit bis zu 80 Sitzplätzen
3. Ausstellungsfläche für Zeitgenössische Kunst (EG)
4. Ateliers für Künstler, Werkstätten für lokale Handwerker (Souterrain)
5. Büro-, Besprechungs-, und kleine Tagungsräume (OG)
6. Drei kleine möblierte Appartements zur Vermietung auf Zeit (OG)
7. Sommercafé auf der Dachterrasse
8. 2100 m2 Aussenanlagen als Park und Skulpturengarten

Im Einzelnen: Der MILCHHOF ARNSTADT und was daraus werden soll weiterlesen

Bauhaus des Volkes /
Das „Haus des Volkes“ des Franz Itting (1875-1967)

Oben: streng rechter Winkel vom Stuhl bis in die Stahlbeton-Unterzüge sowie Vollverglasung: betonte Funktionalität im Restaurant des "Haus des Volkes"

Auf der niedrigsten Nord-Süd-Durchquerung des Thüringer Waldes, an der Grenze zu Franken, liegt Probstzella. Wie eine herrschaftliche Festung überragt ein ungewöhnliches Gebäude den kleinen Ort: das „Haus des Volkes“, errichtet und ausgestattet von den Bauhäuslern Alfred und Gertrud Arndt 1927.
Wie im Falle des Faguswerkes des Carl Benscheidt in Alfeld an der Leine verdanken wir dieses Zeugnis vom Aufbruch in die Moderne einem sozial und fortschrittlich eingestellten Unternehmer.

Haus des Volkes, Probstzella (1927)
Fries und Erker ohne Dekor auf der Fassade

Der erste Blick: eine Enttäuschung. Wer auf den Spuren des Bauhauses in Probstzella anlandet, hat anderes erwartet: Bauhaus des Volkes /
Das „Haus des Volkes“ des Franz Itting (1875-1967)
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Bauhaus? Bauhaus-Stil? Oder gar kein Stil?

„Der Würfel war Trumpf und seine Seiten waren gelb, rot, blau, weiß, grau, schwarz… Als Bauhausleiter bekämpfte ich den Bauhausstil“
Hannes Meyer, 1930

Hat ein Haus ein Flachdach, sitzen die Fenster asymetrisch in den Ecken und wird auf jegliches Dekor verzichtet, ist das Urteil schnell gemacht: „Bauhaus-Stil“. So richtig die Beobachtung sein mag, steckt doch in diesem Begriff gleich zweimal der Wurm! Bauhaus? Bauhaus-Stil? Oder gar kein Stil? weiterlesen

Walter Gropius, Carl Benscheid und das Fagus-Werk

Das Fagus-Werk von Carl Benscheidt (1858–1947), Walter Gropius (1883-1969) und Adolf Meyer (1881-1929) im niedersächsischen Alfeld / Leine ist eine Ikone der Modernen Architektur und UNESCO-Weltkulturerbe. Dabei werden darin Schuhleisten fabriziert (fast) wie vor 105 Jahren, als wäre nichts gewesen. Ein Besuch in Alfeld lohnt sich, und hier ist unser Bericht!

Fagus-Werk in Alfeld, Ansicht von Südwest

Stadt Arnstadt „vorerst ohne Konzept“ für das Quartier Am Mühlgraben?

Pressemitteilung zum und Erwiderung auf den Bericht in der Thüringer Allgemeinen aus dem Bauausschuss der Stadt Arnstadt
„Vorerst kein neues Konzept für Areal rund um den Milchhof“ vom 27. Januar 2017:

Wir, die wir uns um die Rettung des Milchhofs Arnstadt bemühen, freuen uns sehr, dass die Mitglieder des Bauausschusses und die Verwaltung der Stadt Arnstadt darin übereinstimmen, dass „der Milchhof als historisches Denkmal im Bauhausstil erhalten bleiben muss“.

Es ist allerdings bedauerlich, dass in den Ausschüssen der Stadt offenbar der Eindruck entstanden ist, eine Sanierung des dortigen Quartiers sei nur deswegen erwünscht, damit die Wiederherstellung des Milchhofs staatlich unterstützt werden könne.

Stadt Arnstadt „vorerst ohne Konzept“ für das Quartier Am Mühlgraben? weiterlesen