Der MILCHHOF ARNSTADT und was daraus werden soll

Die Baudenkmal Milchhof Arnstadt GmbH ist ein Non-Profit-Projekt im Sinne der Denkmalpflege. Sie hat das Ziel, den Milchhof Arnstadt als ein herausragendes Beispiel der Bauhaus – Architektur und Klassischen Moderne denkmalgerecht wiederherzustellen. Es soll mit einer gemischten öffentlichen-gewerblichen-kulturellen Nutzung in seinem Bestand dauerhaft gesichert werden.

Das Nutzungskonzept sieht vor:

1. Ort für hochwertige Veranstaltungen und Tagungen (EG)
2. Kino und Kleinkunstbühne mit bis zu 80 Sitzplätzen
3. Ausstellungsfläche für Zeitgenössische Kunst (EG)
4. Ateliers für Künstler, Werkstätten für lokale Handwerker (Souterrain)
5. Büro-, Besprechungs-, und kleine Tagungsräume (OG)
6. Drei kleine möblierte Appartements zur Vermietung auf Zeit (OG)
7. Sommercafé auf der Dachterrasse
8. 2100 m2 Aussenanlagen als Park und Skulpturengarten

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Die Gera, ihre Auen und der Mühlgraben
Ein Winterspaziergang durch das Quartier des Milchhofs

 

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Verstrüppt und unzugänglich, der Fluß im Sommer unsichtbar: Gera-Promenade am Zusammenfluss Weisse und Gera.

„Nur wenige Ortschaften bieten in unmittelbarer Nähe so viele anmuthige Promenaden von mannichfachem Charakter, wie Arnstadt. Berg und Thal, Wald und Feld, reizende Gärten und schattige Alleen – und alles vom Silberband der Gera durchflochten!“ /
aus: Arnstadt Sool- und Flußbad, Heinrich Schwert, 1856 //

Die komplette Bildergalerie eines winterlichen Spaziergangs entlang der Gera gibt es hier.

(Aus aktuellen Anlass veröffentlichen wir diesen Artikel über das Quartier, in dessen Mitte der Milchhof steht, auch auf dieser Plattform, nachdem er zuerst am 31. Januar 2016 auf www.arnstadt-wohin.de erschienen ist.)

Thüringen verfügt über eine reiche Kultur-Landschaft, auch im wörtlichen Sinne: Bis heute ist die gelungene Gestaltung der Landschaft und der städtischen Aussenflächen und Reviere aus vergangenen Jahrhunderten vielerorts spürbar.

Die Gera, ihre Auen und der Mühlgraben
Ein Winterspaziergang durch das Quartier des Milchhofs
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Fünf Gründe für die Platte …

Hinschauen oder wegschauen? Mit jedem abgerissenen Block – hier Leipzig 2007 – wächst die Erkenntnis, dass mehr verschwindet als ein paar Scheiben Beton. Egal ob Denkmal der Klassischen Moderne oder Plattenbau aus den 70ern, wir müssen die Stadt weiterbauen und umgestalten. Aber nicht abreissen und uns einbilden, dass besser wird, was wir danach neu errichten. Nur aus dem respektvollen Dialog mit dem Gewachsenen entsteht Geborgenheit.

„Seit Anfang der Moderne macht der Architekt erst einmal Tabula rasa, und setzt dann seine neuen Gebäude auf’s Grundstück. Mit diesem falschen Bild im Kopf leben wir noch“  Muck Petzet

… oder warum wir (auch) Plattenbauten nicht mehr abreißen sollten

Der Münchner Architekt Muck Petzet macht vor wenigen Jahren Schlagzeilen, als er auf der Architekturbiennale in Venedig 2012 im Deutschen Pavillon seine architektonische Trias „Reduce, Reuse, Recycle“ präsentierte. Da wir Architektur teilweise wie ein Müllproblem behandeln, sollten wir die Gesichtspunkte der Nachhaltigkeit auch auf das Bauen anwenden: Neubauten reduzieren, Altbauten umnutzen, Materialien weiterverwenden (Interview Muck Petzet / Detail / Oktober 2012).

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Urknall der Moderne
Das Bauhaus in Weimar und Dessau und der Milchhof in Arnstadt

Titelbild: Rekonstruktion des Meisterhauses von Gropius in Dessau durch das Architekturbüro Bruno Fioretti Marquez

2019 schaut Deutschland auf die Gründung einer Institution zurück, die in den Augen der Welt den Anfang all dessen symbolisiert, was wir als Modernes Bauen und Design bezeichnen: das Staatliche Bauhaus in Weimar, 1919 von Walter Gropius gegründet. Was ist so besonderes daran, dass Tausende auf den Spuren dieses internationalen Aufbruchs 2019 nach Deutschland und Thüringen kommen werden?

Entwurf einer kleinen Ausstellung anhand des Milchhofs in Arnstadt in drei Akten / ab 27. November 2015 im Stadthaus Arnstadt

von Judith Rüber und Jan Kobel Urknall der Moderne
Das Bauhaus in Weimar und Dessau und der Milchhof in Arnstadt
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Das Bauhaus Weimar und seine Bedeutung für Thüringen

Dankesrede von Dr. Jan Kobel anlässlich der Verleihung des Thüringer Förderpreis für Denkmalpflege 2015 an den Milchhof Arnstadt in Schmalkalden am 12.09.2015
Titel: Detail aus den Treppenhäusern des Bauhaus Dessau / Walter Gropius (links) und Milchhof Arnstadt / Martin Schwarz (rechts). Foto rechts: Walther Grunwald

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ende August fuhren meine Frau und ich abends nach Weimar, zu einem Vortrag von Neil MacGregor, dem Direktor des British Museums in London und designierten Chefkurator des neuen Humboldtforums in Berlin. Er sprach über das Geschichtsverständnis der Deutschen und über Deutschlands kulturelle Sonderstellung in Europa, und er sprach, wie nur ein Angelsachse über Deutschland sprechen kann – und darf: voller Bewunderung und Begeisterung.

In seiner Rede ging es auch um Buchenwald, und er sagte den Satz:

How could it happen? How did all the great humanizing traditions of Germany – Dürer, Luthers bible, Bach, the Enlightenment, Goethe, the Bauhaus and much much more fail to avert this total ethical collapse?

Wie konnte Buchenwald passieren – im Land von Bach, Goethe und Bauhaus? Und während MacGregor noch gestand, daß er darauf keine Antwort kenne, dachte ich mir: er spricht über Deutschland, aber genau genommen spricht er über Thüringen. Das Bauhaus Weimar und seine Bedeutung für Thüringen weiterlesen

Der Milchhof Arnstadt von 1928
Geschichte, Zustand, Nutzungskonzept

Gliederung:

1_form follows function
Der Milchhof Arnstadt als Beispiel der Strahlkraft der Bauhaus-Avantgarde /
von Walther Grunwald
2_new function follows art & creativity
Die Zukunft des Milchhofs als multifunktionaler Veranstaltungsort, Galerie zeitgenössischer Kunst und Kulturzentrum / von Walter Grunwald und Jan Kobel
3_new functions, new horizons
Der Milchhof und die Entwicklung des Quartiers am Mühlgraben /
von Jan Kobel

Der Milchhof Arnstadt von 1928
Geschichte, Zustand, Nutzungskonzept
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