SHARING HERITAGE 2018
Kulturelles Erbe kennt keine Grenzen

Ungebremst dem Verfall preisgegeben: Industriebauten in Neustadt / Orla

(ein Bericht über das Symposium ist in Arbeit und wird in Kürze hier veröffentlicht. Zur Fotogalerie geht es hier:
http://galerie.jankobel.de/arnstadt170613/index.html)

 

Industriekultur in Thüringen
Symposium in Erfurt und Arnstadt / 12. – 13. Juni 2017

mit Unterstützung von:

Europäisches Kulturerbejahr Sharing Heritage / Thüringer Themenjahr Industrialisierung und soziale Bewegungen / 200. Geburtstag von Karl Marx – das Jahr 2018 ist ein Jahr der Rückbesinnung auf unser Industrielles Erbe und soziale Vermächtnisse, in Thüringen und in Europa.
12 Referenten aus sechs Bundesländern kommen nach Erfurt und Arnstadt und lassen uns im Vorfeld des Themenjahres an Ihren Erfahrungen teilhaben.

Für das kommende Jahr hat die Europäische Union unter dem Motto SHARING HERITAGE das Europäische Kulturerbejahr 2018 ausgerufen. Zusätzlich die Thüringer Landesregierung das Themenjahr Industrialisierung und soziale Bewegungen – rund 150 Jahre nach dem Entstehen christlicher und sozialistischer Arbeitervereine und Parteien in Deutschland.

Im Jahr 2019 knüpft sich als internationales Ereignis ersten Ranges das 100-jährige Jubiläum der Gründung des Bauhauses in Weimar mit den  jeweils 50. Todestagen von Walter Gropius (5. Juli 1969) und Mies van der Rohe (17. August 1969) an.

Die Veranstaltung in Erfurt und im Milchhof Arnstadt begreift sich als Teil der Vorbereitungen zu diesen Jubiläen.

Lebendige Industriekultur / aufregende Architektur: Pero-Werk / Gotha

Denn das Thema Industriekultur gewinnt europaweit an Bedeutung. In vielen europäischen Regionen von Manchester bis nach Schlesien besinnen sich die Menschen auf ihr industrielles Erbe und die industriellen Architekturen, welche nicht weniger als unsere Kirchen, Patrizierhäuser und Schlösser Europas Identität prägen. Zugleich erkennen wir, dass in diesen Architekturen auch ein hohes wirtschaftliches, kulturelles und touristisches Potential steckt.

Darüber wollen wir zwei Tage in einen öffentlichen Gedankenaustausch treten – mit 12 hochkarätigen Referenten aus vier deutschen Universitäten und Einrichtungen der Industriekultur sowie Vertretern des Freistaats Thüringen und der Kommunen.

Das Programm:

Montag, 12. Juni 2017:
(nur gegen Voranmeldung unter info@milchhof-arnstadt.de)
Treffpunkt Erfurt Bahnhofsvorplatz 9:00 /
Start gegen 09:30 für zwei geführte Tagestouren:
1_durch die Industriekulturen Erfurts (Mark Escherich und Jan Kobel)
2_durch Industriekulturen des Saalfelder Raumes (Sabine Guzowski / TLDA und Prof. Bernhard Mai / Restaurator)

Dienstag, 13. Juni 2017 / Milchhof Arnstadt, Quenselstraße 16, 99310 Arnstadt
(Eintritt frei – Anmeldung erbeten unter info@milchhof-arnstadt.de)
09:00  Eintreffen Gäste und Referenten / Kaffee und Kohlehydrate
09:30  Begrüssung durch Prof. Hans-Rudolf Meier / Bauhaus-Universität, Weimar
09:45  Einführung in die Thematik durch Dr. Jan Kobel / Milchhof Arnstadt:
IndustrieKulTour in Thüringen – für eine überregionale Konzertierung der verschiedenen Handlungsfelder. Ein Überblick.
10:00  Prof. Helmuth Albrecht / Technische Universität Freiberg/Sachsen:
Stand und Perspektiven der Industriekultur in Sachsen
10:30  Ulrich Heckmann / Regionalverband Ruhr, Essen:
Die Entstehung der Route im Ruhrgebiet als „verrückte“ Idee Ende der 1990er Jahre, die wider alle Zweifel zum nachhaltigen Erfolg wurde
11:00  Dr. Harald Kegler / Universität Kassel:
Sharing Heritage: Die Thüringer Industriekultur und das Europäischen Kulturerbejahr 2018.
11:45  Walther Grunwald, Berlin: Führung durch das Gebäude, Erläuterung der Nutzungkonzeption und der ersten Sanierungsabschnitte durch den Architekten

– Mittagspause –

Vergebene Chancen in bester Citylage? Abgerissene Nadelfabrik / Arnstadt

13:00  Dr. Mark Escherich / Bauhaus-Uni, Weimar:
Das Erfurter Industriebrachen-Projekt der Bauhaus-Uni Weimar
13:30  Thies Schröder / Ferropolis, Dessau:
Denkmalpflege per Event – wie Festivals einem industriekulturellem Erbe nützen: das Beispiel Ferropolis
14:00  Katharina Hornscheidt & Nico Kupfer / Berliner Zentrum Industriekultur:
Das Berliner Zentrum Industriekultur und die Route der Industriekultur Berlin
14:30  Marion Steiner / Regionalverband Ruhr, Essen:
Ritt durch die Regionen der Industriekultur von Schlesien bis Manchester im Sinne einer europäischen Gesamterzählung
15:00 Prof. Dr. Dietrich Soyez / Universität Köln:
Industrielles Erbe in der Stadt: Innovative Potenziale für Alleinstellungsmerkmale

15:30 – 16:30 Workshops – unter der Leitung von Heidi Pinkepank, Institut für Neue Industriekultur, Cottbus, und (steht noch nicht fest)
Workshop 1:
Handlungsfelder einer Thüringer Route der Industriekultur
Workshop 2:
Handlungsfelder für das Themenjahr 2018 Industrialisierung und soziale Bewegungen
16:30 Berichterstattungen aus den Workshops

17:00 Sekt-Empfang mit Vertretern von Politik, Wirtschaft und Verwaltung /
Concertino mit Reinhard Wolschina (Flügel) und Joy Dutt (Querflöte):
„Musik für Flöte&Klavier der Groupe de Six aus dem Paris der 20er Jahre“
1. Georges Auric (1899-1983):  I M A G I N E E S pour flute et piano

   2. Germaine Tailleferre (1892-983):  P A S T O R A L E pour flute et piano
   3. Francis Poulenc (1899-1963):  S O N A T A pour flute et piano, mit den Sätzen: Allegretto malinconico – Cantilena – Presto giocoso

18:00 ff Ausklang der Veranstaltung

 

 

Wie cool ist das denn? Lichthaus-Kino mit 1A Programm im Alten Straßenbahndepot in Weimar. Besser kann man IK nicht neu nutzen.

Die Zielsetzung:

Konkretes Ziel des Symposiums soll es sein, auch für Thüringen eine „Straße der Industriekultur“ in Angriff zu nehmen und diese, sozusagen als Lückenschluss, in das europäische Netzwerk der European Route of Industrial Heritage einzufügen. Zugleich geht es darum, das Bewußtsein um die Bedeutung unseres baulichen und technischen industriellen Erbes in Thüringen zu schärfen – mittels folgender fünf Themenschwerpunkte:

1_ Die Vermittlung der Erfahrungen anderer europäischer Regionen (Ruhrgebiet, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin) mit dem Erhalt und der Neunutzung historischer Industriebauten.

2_ Die Vermittlung der wachsenden Bedeutung einer Neu- und Umnutzung von Industriebauten durch Kultur- und Kreativwirtschaft für die Lebensqualität unserer Städte und den Wirtschaftsstandort Thüringen

3_ Die Notwendigkeit der Integration industrieller Zonen in die Planungen der Stadtentwicklung im Sinne eines urbanen Nebeneinanders von Wohnen, Gewerbe, Handel und Erholung

Lebendige Industriekultur / gelungene Umnutzung (2): Kunsthalle Arnstadt

4_ Einbeziehung der Unternehmen vor Ort in die Wiederbelebung industrieller Brachen

5_ Chance statt Schandfleck: Hinterfragung der Politik des Abrisses und die Umlenkung öffentlicher Mittel von der Abriss-Finanzierung in den Erhalt und die Notsicherung.

Kurz: wir wollen dazu beitragen, Industriekultur als Landesthema in und gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit dauerhaft zu etablieren.

Ist das Kunst oder kann das weg? Halle des Altes Bahnbetriebswerks in Erfurt 200 m vom neuen ICE-Bahnhof entfernt.

 

 

8 Gedanken zu „SHARING HERITAGE 2018
Kulturelles Erbe kennt keine Grenzen

  1. Hallo zusammen,

    das Symposium klingt sehr interessant. Sollte man sich dazu anmelden? Oder heisst öffentlich, dass man einfach hinkommen kann?

    beste Grüße aus Erfurt
    Stefan Andres
    Rock´n´Stroll – Spaziergangswissenschaft Erfurt

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